Ausflugsziele

Ausflugsziele rund um Oy-Mittelberg.

Der Naturpark Eistobel

Der Naturpark Eistobel, eine faszinierende Welt aus rauschendem Wasser und riesigen Felswänden, ist bei einem Allgäu-Urlaub in Oy-Mittelberg ein tolles Ziel für einen gelungenen Tagesausflug. Bei einer Wanderung durch den Eistobel warten auf die ganze Familie phantastische Natureindrücke, die unvergesslich bleiben.

Der Mittelpunkt des gleichnamigen Naturschutzgebiets ist der Eistobel, eine ca. 3 km lange Schlucht des Flusses Obere Argen, die sich im Westallgäu bei der Argentobelbrücke zwischen Maierhöfen und Grünenbach befindet. Hier erwarten einen bis zu 130 Meter hohe Felswände, imposante Wasserfälle, Strudellöcher und gewaltige Nagelfluhblöcke, die jährlich über 70000 Besucher in Staunen versetzen. Die vor ca. 15000 Jahren entstandene und bereits 1884 erschlossene und mit einem gesicherten Wegenetz versehene Schlucht ist mitsamt der umliegenden Landschaft seit 1953 ein Naturschutzgebiet, das als Habitat zahlreicher zum Teil seltener Tiere und Pflanzen dient. Atemberaubend ist der Eistobel auch im Winter, wenn die beeindruckenden Wasserfälle oft über Monate zu Eis erstarrt sind und sich der Naturpark als echtes Winterwunderland präsentiert. Allerdings ist der Eistobel im Winter offiziell gesperrt und sollte dann nur von erfahrenen Bergwanderern mit Steigeisen begangen werden. Den Rest des Jahres können auch Familien mit Kindern ab 4 Jahren durch die Schlucht wandern und die vielfältigen Eindrücke genießen. Als Gehzeit für die ca. 3,5 km lange Strecke sollte man etwa anderthalb Stunden einplanen. Der Ausgangspunkt ist der Infopavillon an der Argentobelbrücke zwischen Grünenbach und Maierhöfen.

Der Wanderweg durch den Eistobel führt an verschiedenen Stationen vorbei, an denen Informationstafeln zu den Besonderheiten der Schlucht aufgestellt wurden. Los geht die Tour am Infopavillon, in dem sich die Ausflügler über die Geologie, Tiere und Pflanzen des Eistobels informieren können. Außerdem ist hier ein Kurzfilm zu sehen, der den Eistobel im Verlauf der Jahreszeiten vorstellt. Vorbei an Kiesbänken am Ufer der Oberen Argen, die kleine Besucher zum Spielen und Entdecken einladen, geht es in der Folge zu den ersten Wasserfällen, über denen sich einige der für den Eistobel typischen Strudellöcher entdecken lassen. Wenig später erreichen die Wanderer den großen Wasserfall, an dem sich das Wasser über eine schräge Felswand 18 Meter in die Tiefe in einen Gumpen stürzt. Ein phantastisches Naturschauspiel innerhalb einer Umgebung, die hier an einen Regenwald erinnert. Die fünfte Station ist der sogenannte „Zwinger“, bei dem sich das Wasser durch gewaltige Felsblöcke zwängt. Der gut gesicherte Weg musste hier in das Geflecht aus Felsen gesprengt werden und führt dicht an riesigen Wänden aus Nagelfluhgestein vorbei. Das nächste Highlight des Eistobels ist eine ca. 50 Meter hohe Sandsteinwand, die direkt an der Oberen Argen emporwächst. Im weiteren Verlauf dieser Wanderung, die auf Schritt und Tritt bemerkenswerte Naturimpressionen bereithält, überqueren die Ausflügler einen Steg, der in luftiger Höhe über eine Schlucht mit einem Wasserfall führt und gelangen zu einer riesigen Wand aus Nagelfluhgestein, die über der hier zu einem kleinen See aufgestauten Oberen Argen aufragt.

Hin und wieder finden auch besondere Führungen durch den Eistobel statt, zum Beispiel eine „kulinarische Erlebnisführung“, bei der die Gästeführerin allerlei Wissenswertes über dieses Naturdenkmal und das Allgäu allgemein erzählt, und die Teilnehmer zwischendurch regionale Käse- und Weinspezialitäten genießen können. Nähere Infos zu den Führungen und Terminen können Sie beim Gästeamt Maierhöfen unter 08383 / 98040 erfragen. Ob auf eigene Faust oder im Rahmen einer Führung – ein Ausflug in den Naturpark Eistobel ist ein Urlaubshighlight, das viele außergewöhnliche Eindrücke garantiert.


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