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Faszinierende Bergwelt: Das Alpinmuseum in Kempten

Das 1991 eröffnete Alpinmuseum in Kempten entführt seine Besucher auf 2200 Quadratmetern Ausstellungsfläche in die spannende Welt der Alpen. Hier erfährt man alles über die Geschichte dieser faszinierenden Berge, ihre Besiedlung durch den Menschen sowie die Tiere und Pflanzen, die in den Alpen heimisch sind. Ein besonderes Augenmerk wirft das Museum auf die Geschichte des Alpinismus.

Das Alpinmuseum in Kempten, bei dem es sich um einen Zweig des Bayerischen Nationalmuseums handelt, ist in den Obergeschossen im denkmalgeschützten Marstall an der Landwehrstraße zu finden. Auf einer Ausstellungsfläche von 2200 Quadratmetern werden die Besucher hier in die faszinierende Welt der Alpen entführt. Auf spannende und unterhaltsame Weise lernen sie die Geschichte dieses größten innereuropäischen Gebirges kennen, erfahren viel über die Besiedlung der Berge sowie den Kampf ums Überleben in dieser oft rauen Umgebung, und bekommen gezeigt, wie sich die Alpen in den letzten 150 Jahren zu einem Zentrum des Tourismus entwickelt haben. Besonderes Augenmerk wirft das Museum auf die Geschichte des Alpinismus. Es beleuchtet alle Meilensteine des Bergsteigens, verdeutlicht die Gefahren in den Alpen und stellt den Besuchern namhafte Bergsteiger wie Fridtjof Jansen, die Huber Brüder und Reinhold Messner näher vor. Eindrucksvoll ist die Skisammlung, die das Museum ausstellt: Hier sind Ausrüstungsgegenstände wie Stiefel und Stöcke sowie Wintersportgeräte vom Gleitholz bis zum High-Speed-Ski aus allen Epochen zu sehen . Auf die faszinierende Natur in den Alpen wirft das Museum natürlich ebenfalls einen genaueren Blick. Die Besucher bekommen hier Tiere und Pflanzen sowie Fossilien und Mineralien des Alpenraums genauer vorgestellt.

Konkret gibt es im Alpinmuseum Kempten sieben Räume mit unterschiedlichen Dauerausstellungen. Im ersten Raum wird der Lebensraum Alpen vorgestellt. Von Zeiten der alten Römer bis zur Gegenwart erfahren die Besucher hier alles über die Geschichte, Nutzung und Bedeutung der Berge. Das Museum erklärt, wie die Alpen entstanden sind, wie die ersten Menschen hier lebten und welchen Nutzen die Berge für die Energiegewinnung haben. Im zweiten Raum finden Sonderausstellungen statt. Neben beeindruckenden Fotografien und Bildern der Alpen ist hier vor allem die Ausstellung „Geheimnis im Gletscher“ sehr interessant, bei der es um ein Unglück an der Tiroler Wildspitze im Jahre 1939 geht, dessen Aufklärung erst 2004 begann. Die Besucher können sich die komplette Ausrüstung des Bergsteigers anschauen, der von der Wildspitze niemals zurückkehrte. Was geschah damals genau? In filmischen Interviews mit Beteiligten und Familienangehörigen des Bergsteigers versucht das Museum, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Der dritte Ausstellungsraum ist der Flora und Fauna in den Alpen gewidmet. Im vierten Raum wird die Geschichte des Alpinismus beleuchtet und der fünfte Ausstellungsraum stellt Hybridformen des Bergsports genauer vor. Alles zum Thema „Schneeschuh und Schlitten“ finden die Besucher im sechsten Ausstellungsraum und im siebten ist die eindrucksvolle Skisammlung zu sehen, die unter anderem die Entwicklung des Wintersports in den letzten hundert Jahren verdeutlicht.

Das Alpinmuseum in Kempten hat vom 1.März bis 18.November dienstags bis sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Es ist barrierefrei zugänglich und verfügt über eine behindertengerechte Toilette. Führungen durch das Museum finden samstags um 14 Uhr statt. Es lohnt sich auf jeden Fall, in diesem Museum vorbeizuschauen, das die faszinierenden Alpen auf facettenreiche und spannende Weise näher vorstellt.


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