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Schloss Hohenschwangau

Bei Füssen im Allgäu, im Schwangauer Ortsteil Hohenschwangau, steht inmitten einer malerischen Berglandschaft das gleichnamige Schloss Hohenschwangau. In diesem außergewöhnlichen Baudenkmal aus der Zeit der Romantik verbrachte der beliebte bayerische Märchenkönig Ludwig II. weite Teile seiner Kindheit und Jugend. Das Schloss Hohenschwangau kann täglich geführt besichtigt werden.

Schloss Hohenschwangau ist ein romantisches Wohnschloss im Stil der Neugotik. Seine Innen- und Außengestaltung, die Einrichtung der Räume und die circa 90 Wandgemälde, die zumeist Motive aus der Sagen- und Märchenwelt darstellen, fügen sich zu einem harmonischen Ganzen zusammen. Die schön eingerichteten und kunstvoll ausgeschmückten Räume des Schlosses geben tiefe Einblicke in das Leben einer echten Königsfamilie, denn König Ludwig II. und seine Eltern Maximilian II. und Marie verbrachten viele Wochen des Jahres im Schloss Hohenschwangau. Die Schlosschronik erzählt von bedeutenden Gästen, die in dem Schloss empfangen wurden, und von großen Festen und spektakulären Ritterspielen, welche die Königsfamilie veranstaltete. Wer sich für den als verträumt geltenden König Ludwig II., seiner Faszination für die Sagen- und Märchenwelt sowie für seine prunkvollen Schlösser interessiert, kann auf Schloss Hohenschwangau den Ursprung seiner Leidenschaften erahnen. Das Schloss befindet sich heute im Besitz des Wittelsbacher Ausgleichsfonds und kann täglich, außer an Heiligabend, in Form einer Führung besichtigt werden. Die Dauer der Führung beträgt etwa 35 Minuten und sie wird in den Sprachen Deutsch und Englisch, oder als Audio-Guide angeboten. Da das weltberühmte Schloss Neuschwanstein, die vielleicht wichtigste und beliebteste Sehenswürdigkeit Deutschlands, direkt gegenüber steht, empfiehlt es sich die beiden Schlösser direkt hintereinander zu besichtigen.

Die Geschichte von Schloss Hohenschwangau

Erstmals tauchte das Schloss Hohenschwangau im 12. Jahrhundert als „Burg Schwanstein“, dem Sitz der Adeligen Schwangaus, in den Geschichtsbüchern auf. In den folgenden Jahrhunderten wechselten die Besitzer des Schlosses des Öfteren und mehrmals verfiel es und wurde anschließend neu aufgebaut. Als das Bauwerk im 19. Jahrhundert mal wieder zu einer Ruine verkommen war, entdeckte der damals 18-jährige Kronprinz Maximilian von Bayern es im Jahre 1832 bei einer seiner Wanderungen durch die schöne Natur des Allgäus. Fasziniert von der landschaftlich reizvollen Lage der Burgruine, beschloss er spontan sie zu kaufen und wiederaufbauen zu lassen. Er beauftragte seinen Kunstlehrer, den Architektur- und Theatermaler Domenico Quaglio, aus der Ruine ein Schloss im Stil der Neugotik zu errichten. Er stellte ihm den Architekten Georg Friedrich Ziebland zur Seite, der ihn unterstützen sollte. Verantwortlich für das Projekt war allerdings Quaglio und da er im praktischen Bauwesen eher unerfahren war, verausgabte er sich mit den Arbeiten so sehr, dass er vor Vollendung des Schlosses im Jahre 1837 starb. Seine Aufgaben übernahm der Münchner Architekt Joseph Daniel Ohlmüller. Die Maler Moritz von Schwind und Ludwig Lindenschmit der Ältere waren für die Ausmalung der Räume verantwortlich. So, wie das Schloss Hohenschwangau damals fertiggestellt worden ist, hat es sich bis heute erhalten.

Maximilian II. heiratete im Jahre 1842 die Prinzessin Marie von Preußen, eine Nichte des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm III. Im Jahre 1845 kam ihr Sohn Ludwig II. zur Welt. Maximilian hatte das Schloss Hohenschwangau ursprünglich als Sommerresidenz für seine kleine, königliche Familie auserkoren. Seiner Frau Marie gefielen das Schloss und die traumhafte Landschaft des Allgäus allerdings so sehr, dass die Familie tatsächlich dann viel mehr Zeit des Jahres hier verbrachte. So wuchs Ludwig II. zu großen Teilen in dem romantischen Wohnschloss auf. Gerne und häufig unternahm er Ausflüge in die schöne Natur rund um das Schloss. Bei einem davon entdeckte er eines Tages die kleinen Burgruinen Hinterhohenschwangau und Vorderhohenschwangau, an deren Stelle er später sein imposantes Schloss Neuschwanstein bauen ließ. Nachdem Maximilian II. im Jahre 1864 starb, zog Ludwig II. nach München um die Thronfolge anzutreten. Königin Marie lebte fortan alleine im Schloss Hohenschwangau. Als Schloss Neuschwanstein im Jahre 1884 soweit fertiggestellt war, dass Ludwig II. dort einziehen konnte, wohnten Mutter und Sohn für zwei Jahre als unmittelbare Nachbarn in den Traumschlössern. Im Jahre 1886 starb König Ludwig II. und drei Jahre später dann auch seine Mutter Marie. Fortan stand das Schloss Hohenschwangau lange Zeit leer, bevor 1941 Prinz Adalbert von Bayern dort für einige Zeit einzog, nachdem er aufgrund des sogenannten Prinzenerlass als wehrunwürdig aus der Armee ausgeschieden war. Heute ist das Schloss eine sehr beliebte Sehenswürdigkeit, die man sich bei einem Urlaub im Allgäu nicht entgehen lassen sollte. Das Schloss ist vom malerischen Schwanseepark umgeben, einer weitläufigen Parklandschaft mit schönen Wanderwegen und seltenen Pflanzenarten.

Die Räume des Schloss Hohenschwangau

Alle Räume des gemütlichen Wohnschlosses Hohenschwangau sind prunkvoll ausgestattet und mit künstlerischem Reichtum gestaltet worden. Größter Raum ist der Heldensaal genannte Festsaal des Schlosses, der sich auf der Königsetage befindet und dessen Wände Gemälde schmücken, welche die Wikina Sage mit Dietrich von Bern darstellen. Überaus sehenswert ist auch das Hohenstaufenzimmer, das von König Ludwig und seinem Vater als Ankleideraum genutzt wurde und, das dem Märchenkönig außerdem als Musikzimmer diente. Hier befindet sich ein wunderschönes goldenes Klavier, auf dem Ludwigs Freund, der Komponist Richard Wagner, bei seinen Besuchen gerne gespielt haben soll. Farbenprächtig im orientalischen Stil gestaltet ist das Orientzimmer, das Königin Marie als Schlafzimmer diente, und in Erinnerung an König Maximilians Reise in die Türkei und nach Griechenland entstand. Das Tassozimmer, der Schlafraum der Könige, beeindruckt durch einen vom Stockwerk darüber beleuchtbaren Sternenhimmel an der Decke und kunstvolle Wandmalereien. Auch das Berchtazimmer sollte man besichtigen. Es wurde von Königin Marie als Schreibzimmer genutzt und die Gemälde in diesem Raum stellen die bayerische Version der Legende der Geburt Karls des Großen dar.

Das Schloss Hohenschwangau ist ein beeindruckendes Sinnbild der Romantik und eine attraktive Sehenswürdigkeit. Vom Ticketcenter Hohenschwangau aus gelangt man bei einem gemütlichen Spaziergang in etwa 20 Minuten zum Schloss. Man hat allerdings auch die Möglichkeit sich wie ein echter König von einer Pferdekutsche zum Schloss chauffieren zu lassen. Traumhafte Landschaftsimpressionen und Romantik pur sind dabei garantiert. Direkt gegenüber von Schloss Hohenschwangau befindet sich das weltbekannte Schloss Neuschwanstein, das von außen an eine prächtige Burg aus dem Mittelalter erinnert und innen drin prunkvoll eingerichtet ist. Wer nach dem Besuch der Schlösser noch mehr über König Ludwig II. und seine Prachtbauten erfahren will, ist im Museum der Bayerischen Könige am Ufer des Alpsees bestens aufgehoben. Es gehört zu den schönsten und modernsten Museen in Deutschland und liefert auf unterhaltsame Art Hintergrundinformationen zu den Schlössern, König Ludwig und weiteren Herrschern aus der Wittelsbacher Adelsdynastie.

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