Wandern

Wandern rund um Oy-Mittelberg.

Der Lechweg

Der in das reizvolle Allgäuer Voralpenland eingebettete Kneipp- und Luftkurort Oy-Mittelberg bietet traumhafte Möglichkeiten zum Wandern. Ob gemütliche Wanderungen rund um die Seen in der Gemeinde, geführte Moor-Erlebniswanderungen oder anspruchsvolle Bergwanderungen in der näheren Umgebung – für Wanderer ist Oy-Mittelberg ein herrliches Urlaubsziel. Von hier aus kann man auch den reizvollen, erst 2012 entstandenen Lechweg sehr gut kennenlernen.

Der Lechweg ist ein alpiner etwa 125 Kilometer langer Weitwanderweg, der dem Verlauf des Flusses von seiner Quelle beim österreichischen Formarinsee bis zum Lechfall in Füssen folgt. Er führt dabei durch drei Regionen und zwei Länder mit überaus abwechslungsreichen Landschaften. Neben jeder Menge interessanter Naturimpressionen warten auf die Wanderer entlang seines Streckenverlaufs auch reizvolle malerische Dörfer und Städtchen sowie attraktive Sehenswürdigkeiten. Der Lechweg ermöglicht es auch weniger Geübten den Reiz des alpinen Wanderns kennenzulernen. Er ist in insgesamt sechzehn unterschiedliche Etappen eingeteilt und lässt sich in 6 bis 8 Tagen zurücklegen, je nachdem ob man eine schnelle und sportlich ambitionierte oder eine gemütliche Wanderung bevorzugt. Der Lechweg ist der erste Weitwanderweg überhaupt, der von der Europäischen Wandervereinigung das Qualitätslabel „Leading Quality Trail – Best of Europe“ erhielt. Hinter diesem Qualitätsprädikat steht ein strenges Kriteriensystem, das den Wanderern höchsten Wandergenuss garantieren soll. So muss ein Weitwanderweg unter anderem durch landschaftlich abwechslungsreiche Gegenden führen sowie gut beschildert und begehbar sein, um dieses Qualitätssiegel zu erhalten.

Wer dem Lechweg von seiner Quelle beim idyllischen Formarinsee bis zum Lechfall in Füssen folgt, darf sich auf drei höchst unterschiedliche Regionen freuen, die der Lech in vielen Jahrhunderten geprägt hat. Vom alpinen österreichischen Arlberggebiet geht es über die Tiroler Naturparkregion Lechtal-Reutte bis in das schöne bayerische Allgäu. Man wandert dabei durch eine der letzten Wildflusslandschaften Europas und begegnet einer der größten Steinbock-Kolonien des Kontinents, entdeckt spektakuläre Naturspektakel, wandert entlang von malerischen Dörfern, passiert die längste Fußgänger-Hängebrücke Österreichs und kommt schließlich an den weltbekannten Königsschlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau vorbei. Die ursprüngliche Flora und Fauna zeigt sich dabei entlang der Strecke höchst abwechslungsreich. Immer mit dabei bei einer Wanderung auf dem Lechweg sind atemberaubende Ausblicke auf die Berge und die türkis schimmernden Fluten des Lechs. Das Besondere am Lechweg ist, dass er auch wenig Geübten den Reiz des alpinen Fernwanderns ermöglicht. Er beginnt auf einer Höhe von 1800 Metern und endet auf 800 Höhenmetern, es geht also zumeist leicht bergab auf dem Lechweg.

Wanderfreunde, die in Oy-Mittelberg Urlaub machen, können den Lechweg auf seiner letzten Etappe, die von der österreichischen Gemeinde Pflach nach Füssen führt kennenlernen. Die schöne Stadt Füssen ist lediglich 23 Kilometer von Oy-Mittelberg entfernt. Diese letzte Etappe hat eine Länge von 15 Kilometern und verläuft auf einfach begehbaren Bergwegen, entlang von einigen der schönsten Sehenswürdigkeiten des Allgäus. Von der Gemeinde Pflach aus, die sich einfach mit dem öffentlichen Personennahverkehr erreichen lässt, wandert man dabei zunächst auf Wald- und Forstwegen bis zur Sternschanze, einer vorgelagerten Befestigungsanlage, die zur Burgenwelt Ehrenberg gehört. Bei Unterpinswang bietet sich die Möglichkeit, den Lechweg kurz zu verlassen und im Gutshof „zum Schluxen“ einzukehren, wo auch der bayerische Märchenkönig Ludwig II. früher häufiger zu Gast war. Anschießend folgt man dem Verlauf des Lechwegs auf Forststraßen bis  man bayerischen Boden erreicht und schließlich zum Alpsee gelangt, einen der saubersten Seen des Allgäus. Von seinem Ufer aus ergeben sich wunderschöne Ausblicke auf die, in unmittelbarer Nähe stehenden, Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau. Insbesondere das prächtige Schloss Neuschwanstein, die vielleicht berühmteste Sehenswürdigkeit Deutschlands, sollte man bei einem Allgäu-Urlaub auf jeden Fall anschauen. Der Lechweg folgt ein Stück weit dem Rundweg am Ufer des Alpsees. Dort steht seit Ende 2011 übrigens auch das Museum der Bayerischen Könige, in dem man auf moderne Art viel Wissenswertes über die bayerischen Könige und ihre Schlösser vermittelt bekommt. Oberhalb des Schwansees verläuft der Lechweg dann weiter über den Alpenrosenweg, der einst im Auftrag Maximilians II. entstand, bis zum Füssener Kalvarienberg. Dabei handelt es sich um einen Kreuzweg mit insgesamt 14 Stationskapellen am Wegesrand, die das Leiden Christi darstellen. Auf dem Gipfel des Kalvarienbergs steht eine Kapelle mit einer Besucherplattform, von der aus man eine der schönsten Aussichten über den Allgäuer Königswinkel mit seinen Schlössern, Bergen und Seen hat. Nach dem Abstieg vom Kalvarienberg gelangt man zum Lechfall, wo der Lechweg endet. Der Lechfall ist ein beeindruckendes Naturschauspiel, bei dem sich tosende Wassermassen in die Tiefe stürzen, um in die Lechschlucht zu fließen. Über den Wasserfall führt der König-Max-Steg, von dem aus man den besten Blick auf dieses Spektakel hat.

Wanderer, die bei einem Urlaub in Oy-Mittelberg etwas ganz Besonderes erleben möchten, sollten den Lechweg bei einer Tour auf seiner letzten Etappe kennenlernen. Bei einer solchen Wanderung erwarten einen wunderschöne Ausblicke, herrliche Naturimpressionen und einige der attraktivsten Sehenswürdigkeiten des Allgäus.


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